Der Sohn der Bene Gesserit

Dass ein Film, der mitten in einer sandigen Ebene spielt, auch imposant sein kann, beweist „Dune“, der dieses Jahr in den Kinos startete. Warum es schade ist, dass wir um Teil 2 noch bangen müssen folgt in der nicht spoilerfreien Kritik.

Das Adelshaus Atreides erhält nach dem Befehl des Imperators in weiter Zukunft die Befehlsgewalt über den Planeten Arrakis, auf dem die Familie anstelle der ehemaligen Verwalter – die Familie Harkonnen – das Spice abbauen soll. Eine Droge, die den Mentaten – höchste menschliche Mathematiker – ihre Fähigkeiten gibt, sowie den Piloten die Möglichkeit der interstellaren Navigation. Aus diesem Grund ist diese Droge so wichtig, dass der Abbau vom Adelshaus Atreides überwacht und koordiniert werden soll.

Hier kommt Paul Atreides (Timothée Chalamet) ins Spiel. Er erfährt von seiner Mutter, die ihm die Fähigkeiten des Ordens der Bene Gesserit gelehrt hat, dass er möglicherweise der Kwisatz Haderach – ein Übermensch – ist, den die Bene Gesserit in einem geheimen Programm gezüchtet haben.

Dass die Spice-Produktion im Laufe des Films durch den Angriff des Adelshauses Harkonnen zur Niederlage gerät, ist nur eine Frage der Zeit – ein Krieg zwischen den beiden Adelshäusern entsteht auf dem Planeten Arrakis. Dazwischen stehen die Einwohner, die Fremen, die im ersten Teil der neuen Dune-Saga allerdings kaum eine Rolle spielen. Gegen Ende nimmt die Präsenz des Volkes der Fremen zu und es wird deutlich, dass hier ein starker Konflikt zwischen Einwohnern und Kolonisten entbrennt. Nicht zu verkennen sind auch die gigantischen Sandwürmer, die in der Wüste von Arrakis beheimatet sind und alles fressen, was ihnen in den Weg kommt.

Der Film ist eindrucksvoll und imposant – und das an jeder Stelle. Wer zu Beginn die Verflechtungen der beiden Adelshäuser aufmerksam verfolgt und versteht, hat kein Problem, der Handlung des Filmes zu folgen. Jede Einstellung, jedes Bild ist mit äußerst passender Musik unterlegt und bildet ein audiovisuelles Klangerlebnis. Trotzdem der Film hauptsächlich auf Arrakis mitten zwischen Sand und Stein spielt, kommt Abwechslung in die visuelle Komponente durch äußerst gelungenes Setdesign. Auch die Kostüme glänzen an jeder Ecke – es wird deutlich, dass die Kleidung von Figuren geschaffen wurde, die im Sand beheimatet sind.

Wer die Serie „Voltron“ gesehen hat, wird nun wissen, an welcher Architektur sich die Stadt der Eukari auf Eukarion bedient.

„Dune“ ist ein klarer „Must-See“ in diesem Jahr und wird hoffentlich – sofern die Einspielergebnisse stimmen – fortgesetzt. Denn wenn „Dune“ ein Merkmal aufweist, dann dieses: es kann eine verdammt gute Filmreihe werden.


Dune (2021)

Regie: Denis Villeneuve
Länge: 155 Minuten
Kinostart (D): 16.09.2021

Trailer

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