Von versunkenen Reichen…

Ich habe mir einen Film nach mehreren Jahr erneut angeschaut und muss sagen: Meine Ansichten haben sich wenig geändert. Ich liebe zwar Expeditions-Filme, allen voran Filme wie „Indiana Jones“ und auch die B-Movies „Tomb Raider“, aber manchmal plätschern sie eben auch nicht ganz spoilerfrei vor sich hin. Die Rede ist von „Die versunkene Stadt Z“ aus dem Jahr 2017.

Gerade bei Expeditionsfilmen bietet sich eine dichte Atmosphäre an. Sei es eine große geheimnisvolle Wüste („Die Mumie“, „Die Mumie kehrt zurück“, „Sahara“), ein tiefer Dschungel („Jäger des verlorenen Schatzes“) oder eine geheimnisvolle Insel („Lost“) – jede Location hat dabei ihren ganz gewissen Charme und Reiz. Bei „Die versunkene Stadt Z“ ist dieser Charme, Reiz und diese tolle Atmosphäre greifbar. Die Kulisse ist grandios und ebenso der Hauptdarsteller Charlie Hunnam, der später auch bei „The Gentlemen“ eine sehr großartige Rolle gespielt hat.

Und dennoch kann ich diesem Film nicht mehr als eine Laterne auf meiner Empfehlungsskala geben. Ich bewerte subjektiv nach mehreren Punkten – und dazu gehört auch der Wiederholungsreiz. Würde ich zu diesem Film greifen, wenn ich sonst nicht wüsste, was ich schauen soll? Wahrscheinlich nicht, denn dafür ist der Film zu speziell – wie auch schon in meiner Rezension zu „Shape of Water„.

Trotzdem ist der Film gelungen und ich würde ihn uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Handlungen der Expedition und auch die Motivation, die verlorene Stadt Z zu finden, sind nachvollziehbar, die Chemie zwischen den Darstellern stimmt. Okay – über die Maske von Tom Holland lässt sich vielleicht streiten; ein kleiner Bart war vielleicht doch etwas zu ironisch, aber vielleicht war das Anfang des zwanzigsten Jahrhundert auch in Mode.

Wer den Film gesehen hat, bekommt unweigerlich Lust auf weitere Abenteuerfilme. Aber in den letzten Jahren sind auch einige Brettspiele im Expeditionsbereich auf den Markt gekommen, auf die Film in mir ein wenig Lust gemacht hat.

Der Film wird sehr sanft und sehr getragen erzählt; nicht zu viel Spannung. Es ist ein Film zum Aufpassen; nicht, weil er furchtbar komplex ist, sondern weil er Aufmerksamkeit erfordert und voraussetzt. Es ist kein Actionstreifen wie zum Beispiel die Indiana Jones-Reihe, die ihren eigenen Charme hat. Wer aufpasst, der wird von einem atmosphärischen Entdeckerfilm überrascht werden.


Die versunkene Stadt Z (2017)

Regie: James Gray
Länge: 141 Minuten
Kinostart (D): 30.03.2017

Trailer

Empfehlungsskala

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